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Legitimation zur Kündigung
Das Bundesgericht bestätigt seine Praxis, wonach zur Kündigung von Wohn- und Geschäftsräumen zwar ausschliesslich die Vertragsparteien legitimiert sind, es aber zulässig ist, dass ein bevollmächtigter Stellvertreter die Kündigung namens des Vermieters ausspricht.

Zur Kündigung von Wohn-und Geschäftsräumen sind die Vetragsparteien legitimiert. Ein Dritter, welcher am Mietvertrag nicht beteiligt ist, kann somit das Recht zur Kündigung nicht ausüben. So kann der Ehegatte des Mieters nicht kündigen. Ebenso wenig kann ein Untermieter das Hauptmietverhältnis mittels Kündigung zur Auflösung bringen.

Zulässig ist hingegen, dass ein Dritter als bevollmächtigter Stellvertreter (nach Art. 32 ff OR) die Kündigung namens des Vermieters ausspricht (z. B. Verwaltung, Anwalt).
In einem kürzlich ergangenen Entscheid des Bundesgerichtes (BGer. 4A_12/2010 vom 25. Februar 2010) wurde die Praxis bestätigt. Das Bundesgericht verwies auf Art. 9 VMWG (Verordnung über die Miete und Pacht von Wohn- und Geschäftsräumen), wonach die amtliche Nennung des Vermieters im amtlichen Formular nicht verlangt wird. Es verwies auf die herrschende Lehre, welche für die Gültigkeit der Kündigung die Bezeichnung der Person verlangt, welche die Kündigung ausspricht.

Es wird aber als zulässig erachtet, dass der Vermieter das Recht zur Kündigung einem Dritten überträgt, der die Kündigung im Namen des Vermieters ausspricht (Art. 32 Abs. 2 OR). Hingegen muss klar ersichtlich sein, dass der Kündigende als ermächtigter Vertreter des Vermieters handelt. (Z. B. „Peter Muser, {Adresse}, vertreten durch Firma x“)