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Heizkosten sparen leicht gemacht
Thomas Ammann, dipl. Architekt FH, HEV Schweiz

Jedes Grad zählt

Jedes Grad zu viel bedeutet 6 % unnötig verbrauchte Heizenergie, jedes Grad weniger senkt den Verbrauch entsprechend. Die Raumtemperatur sollte im Wohnbereich möglichst nicht mehr als 20-21 ° C betragen. Ein Pulli, lange Hosen und ein Paar warme Socken unterstützen den Komfort. In Nebenräumen wie Küche, wo Kühlschrank, Herd und Spülmaschine mitheizen, kann die Heizung gedrosselt werden. Im Schlafzimmer reichen 17-18 °C aus. Entscheidend ist hier die individuelle Behaglichkeitstemperatur. Sie hängt vor allem von der raumseitigen Oberflächentemperatur der Wände und Fenster ab.

Räume nur nach Bedarf heizen

In jeder Wohnung gibt es Räume, die stundenweise nicht genutzt werden. In diesen kann die Temperatur um mehrere Grad gesenkt werden. Dasselbe gilt bei längeren Abwesenheiten für die ganze Wohnung oder das ganze Haus. Während der Nachtstunden muss die Raumtemperatur in Wohn- und Arbeitsräumen ebenfalls nicht 20 "C betragen. Moderne Heizungsanlagen ermöglichen eine zentral gesteuerte Absenkung der Raumtemperatur. Unter 16 ° C sollten die Raumtemperaturen jedoch nicht fallen, um bau-physikalische Schäden zu vermeiden. Die Frostschutzposition des Thermostatventils hilft hier vorzubeugen.

Thermostatventile bremsen «automatisch»

Sie halten die Temperatur in den einzelnen Räumen konstant auf dem gewünschten Wert, auch wenn die Sonne ins Zimmer scheint. Die Stellung drei bedeutet ca. 20 ° C Raumtemperatur. Durch die richtige Nutzung von Thermostatventilen kann 4 bis 8 Prozent Heizenergie gespart werden. Es ist jedoch darauf zu achten, dass schwere Vorhänge die Thermostatventile nicht verdecken, sonst funktionieren diese nicht ordnungsgemäss.

Regelmässig Lüften

Kippfenster sind «Dauerlüfter, und heizen buchstäblich zum Fenster hinaus. Am besten lüftet man drei- bis viermal am Tag mit weitgeöffneten Fenstern einige Minuten lang quer durch die Wohnung. Die Luft wird schnell ausgetauscht, aber Wände und Möbel kühlen nicht aus. Regelmässiges Lüften hilft, das Raumklima zu verbessern und Feuchteschäden zu verhindern. Moderne, dichte Fenster und Türen halten nämlich auch die Luftfeuchtigkeit im Raum. Schlägt sich die Feuchte an kühlen Stellen wie Fensterleibung oder Aussenecke nieder, kann es zu gesundheitsschädlicher Schimmelbildung kommen

Rollläden und Fensterläden schliessen

Bei tiefen Aussentemperaturen treten die höchsten Wärmeverluste über die Fenster auf. Durch konsequentes schliessen der Rollläden lassen sich Wärmeverluste verringern Der Spareffekt dieser Massnahme wird gesteigert, wenn man Vorhänge, die das Fenster, nicht jedoch die Heizung bedecken, zuzieht

Wärmestau an Heizkörpern vermeiden

Möbel vor Heizkörpern verhindern die Wärmeabgabe in den Raum. Reichen schwere Vorhänge über die Heizkörper, so kann sich der Wärmeverlust nochmals erheblich erhöhen - die Wärme wird über die Fenster nach aussen geleitet.

Elektrische Zusatzheizungen nur im Notfall

Ein Dauerbetrieb von Heizlüftern und Radiatoren ist reine Energie- und Geldverschwendung. Solche Geräte sollten nur im Notfall und über eine kurze Zeit eingesetzt werden.